Schilddrüsenfunktionsstörungen

Erkrankungen der Schilddrüsen können eine Vielzahl von Symptomen auslösen, je nachdem, welche Erkrankung der Schilddrüse vorliegt.

Zeichen einer Überfunktion der Schilddrüse können vermehrte Nervosität, schneller Herzschlag, erhöhter Blutdruck, vermehrte Schweißausbrüche, warme feuchte Haut, eine gesteigerte Stuhlfrequenz, Schwäche der Muskulatur, Haarausfall, Gewichtsabnahme und ungewollte Kinderlosigkeit sein.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion zeigt sich eine Leistungsminderung, Konzentrationsschwäche, Schwäche, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Verstopfung und leichtes Frieren. Zusätzlich kann darüber hinaus eine Depression hervorgerufen werden. Ältere Patienten klagen über depressive Stimmungen, Gedächtnisminderung und Appetitlosigkeit. Bei Frauen kann es zu Zyklusstörungen kommen.

Um eine Schilddrüsenerkrankung zu erkennen bedarf es auch einer eingehenden Gesprächs über die Symptome. Danach folgt eine Tastuntersuchung der Schilddrüse.

Um die aktuelle Funktion und einen Hinweis für eine Entzündung im Bereich der Schilddrüse zu erfahren, wird eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Der Ultraschall der Schilddrüse liefert eine sehr schnelle und oft auch schon wegweisende Aussage über die Schilddrüse. Er ist somit bei der Schilddrüsendiagnostik sehr wertvoll, zumal er auch jederzeit und fast ohne Einschränkungen eingesetzt werden kann. Mit Hilfe der Sonographie können Lage, Form und Größe sowie die Struktur der Schilddrüse bestimmt werden. Man kann also eine Vergrößerung (sog. Kropf), eine Verkleinerung, oder Knoten im Bereich der Schilddrüse gut mittels Ultraschall erkennen. Auch gibt die Struktur der Schilddrüse Hinweise auf eine eventuelle Entzündung ( sog. Hashimoto-Thyreoiditis). Ob eine Unter- bzw. Überfunktion der Schilddrüse vorliegt, kann man mit Ultraschall nicht festgestellt werden. Hierfür ist die Blutuntersuchung nötig.

Wichtig sind Verlaufsuntersuchungen der Größe der ganzen Schilddrüse oder eines Knotens.